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EINE ALTE IDEE WIRD REALITÄT

Die Geschichte von Rollac 1.0 beginnt mit der Renovation eines grösseren Spitals im Raum Basel: Dabei stellte sich vor einigen Jahren die Frage, wie die mit Rückständen von Medikamenten, Hormonen und anderen Stoffen stark belasteten Abwässer zu reinigen seien. Solche Mikroverunreinigungen lassen sich nur mit Aktivkohle und Ozonierung herausfiltern. Diese aufwendige Zusatzstufe wurde vom Bund zwar kürzlich für rund 100 grosse Abwasserreinigungen in der Schweiz vorgeschrieben – die entsprechenden Inbetriebnahmen werden indessen noch Jahre in Anspruch nehmen.

Weil man in Basel nicht so lange warten wollte, suchte man nach Alternativen. Ein erster Vorschlag zum Einsatz von wasserlosen Toiletten wurde zunächst von fast allen Seiten belächelt, dann ernst genommen – und schliesslich an die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) weitergegeben: Die Fakultät Life Sciences erhielt den Auftrag zur Entwicklung einer wasserlosen Toilette. Wegen seiner umweltpolitischen Relevanz wurde das Projekt der FHNW in der Startphase auch vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) unterstützt.

Soll eine wasserlose Toilette ohne Zusatzstoffe als Auffangmaterial funktionieren, gibt es eigentlich nur zwei Optionen: Die Ausscheidungen müssen verbrannt oder sicher verpackt werden. Im Rahmen des Projekts an der FHNW wurde der letztgenannte Weg beschritten. Mechatronik-Ingenieur Julien Furstos entwickelte auf der Basis eines ersten handbetriebenen Funktionsmusters die praktische «Einbeutelung» mit einer in der Toilettenbrille untergebrachten Endlosfolie. Mit seinem Prototyp bestätigte Julien Furstos die Machbarkeit eines Prinzips, das in seinen wesentlichen Zügen bereits im Jahr 1995 patentiert worden war.

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